Neuigkeiten

14. September 2020

Die Baustelle in Chemnitz mit Priorität 1!

Die Seite von Die PARTEI KV Chemnitz befindet sich wie so vieles momentan in Chemnitz im Umbau.

Guckt euch ruhig um und verfolgt live den Fortschritt!

19. Februar 2022

Die Runkelspiele 2022

Liebe Damen, Divers und der restliche menschliche Schmodder,

Chemnitz, Stadt des Spitzensports. Die diesjährigen Runkelspiele zeichneten sich zuerst recht unscheinbar ab. Weder wurde die totale Überwachung ausgerufen, noch dir die Bratwurst wettkampfmäßig aus der Fresse geschlagen.

Alles begann mit wenigen zitierten Zeichen in einem Onlineartikel auf Tag24 (https://fckaf.de/taG) zum Chemnitzer Standesamt. Und ja, richtig! Die Ehe ist wohl eher eine dem Untergang geweihte sportliche Herausforderung, wie Pferde schlagen, oder mit NSU-Lars angeln gehen. Letztlich bedurfte es nicht viel, dass die Herausforderung bereitwillig inkompetent angenommen wurde, also eigentlich nur:

„Weil wir eine Faulenquote haben, nehmen wir das Standesamt gerne als Ehrenmitglied auf.“

Stadtrat Cedel

…und…

„Sollte Deutschland an einem Mittwoch einen Krieg beginnen, fällt er im Chemnitzer Standesamt aus. Ruhetag!“

Stadtrat Cedel

Für die eine Person mag dies fast schon überlesen werden. Für die andere hingegen ist sofort, gar zwanghaft, die direkte Auf- und Herausforderung des gekonnten Schlagabtauschs zweier Dullis herauszulesen. Das erkennst du nicht? Mach dir keine Sorgen! Dies liegt an der sogenannten Dullitrennschärfe (dT) des Kontrastsehens. Statistisch wild geraten ist der Lower Point (LdT) häufig gerade in Amt und Würden zu finden. Über die Ursachen der auftretenden Signifikanz ist in dieser recht jungen wissenschaftlichen Disziplin wenig gesichert.

So begannen die Spiele nun mittels weniger Worte, in Fachkreisen „Köder, der“ genannt.

Disziplin Im-Trüben-Fischen

Auch wenn, das Ursächliche nicht gesichert ist, eines ist sicher und kann getrost vorweg genommen werden: die Disziplin Im-Trüben-Fischen geht an Stadtrat Cedel. Ein geschätzt 100kg Brocken geballter Kamelle des Exemplars Ordnungsbürgermeister konnte souverän aus dem Schlammloch an Land geholt werden. Gerade erst den Boden berührend, den Haken, der scheinbar einige Blutgefäße verletzte, noch in der Nase steckend, zappelte und furorerunkelte der gesamte Körper wild und heftig in der sich mittlerweile am Boden gebildeten Blutlache. Jedes des Rumpfes Danieder aufschlagend, spritzte und schwallte es konisch Richtung Publikum. Besudelte Leib, Kleid und Mieder, nur um in der gegenläufigen Aufwärtsbewegung schlachhtzend zur Füllung des unterkörprigen Vakuums aufzufordern. Ein grauerlicher Anblick, den es auszuhalten galt. Wohin dies Gemetzel noch führen sollte, war bereits nach dieser Disziplin klar.

Disziplin „Banale Beleidigungsvorwürfe gekränkter Egozentrik“

Die zweite Disziplin „Banale Beleidigungsvorwürfe gekränkter Egozentrik“ geht dann aber doch an den Altherrenprinz aus der rechten Ecke, MMMmiiikooo Ruuuuuhnkelll.

Doch so lest selbst:

Medaillenspiegel: 1 zu 1; Todesopfer bisher: keine

Ein Unentschieden an diesem Punkt des Wettkampfes stehen zu lassen, wäre meinen Wähler:innen gegenüber mehr als ungerecht. Also…

Re-Match, Disziplin „Lack gesoffen?!“

Durch gekonntes Antäuschen und unter Drohung der Ehrenmitgliedschaft für Runkel werden fortan alle Medaillen der PARTEI übertragen.
Medaillenspiegel: 3 zu 0 für Stadtrat Cedel von Die PARTEI.

Disziplin 4: Nachge(treten)fragt

Die Antwort noch ausstehend, bleibt abzuwarten, ob sich der Punkteabstand noch erhöhen kann. Ich bleibe an der Rute, darauf meine Ehrenwort. Ich wiederhole: mein Ehrenwort!

Außerhalb der Wertung:

In einer Stadt, in der Nazis offen ihren faschistoiden Bullshit von sich geben können in den städtischen Parlamenten und Gremien, in der auch gerade das Ordnungsamt mitunter mit zweifelhaften Gesellen besetzt ist, ja in dieser Stadt kommt so ein Wisch vom Ordnungsbürgermeister. Ratet mal worüber nie ein Wisch versendet wird?

11. September 2021

Die Parteibeobachterin 2021

Ein Service der Die PARTEI Chemnitz zur Bundestagswahl 2021. Finden Sie die besten Artikel zu Ihrem Hasskandidaten, wir bieten Ihnen eine Auswahl aus dem Besten über die Schlimmsten:

  • Warum er so oft antriebslos erscheint – eine Analyse von Detlef Müller und seine Verbindung zum Sächsischen Schienennetz
  • Aus dem Leben des Frank Heinrich – warum es dieses Mal einfach nicht klappen will
  • Enthüllung über Müller-Rosenhitsch: Warum aus kleinen Menschen in Chemnitz doch noch etwas Großes werden kann
  • Das Neueste von Frank & Detlef & Frank. Wie eine innige Freundschaft entstand
  • Paul Thomas Vogel: Warum Sie ihn einfach wählen müssen!
  • Kinderecke: Zum Gruseln oder Einschlafen, das Kindermärchen über den kleinen gestohlenen Vogel
  • Investigativ: Klonovsky und warum er der rechte Incel ist, den Sie in ihm schon immer vermutet haben
  • NEU: Die besten Rezeptideen aus und für Chemnitz! Seien Sie nie wieder hungrig!
  • Kreuzworträtsel – grübeln Sie endlich mal über Chemnitz mit einem guten Ergebnis am Ende
  • Immer wieder der Knaller: Bis 9 zählen lernen mit unserem ewigen Sudoku

Hier finden Sie die Artikel und die Freizeitecken:

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28. August 2021

Selbstanzeige nach Wahlwerbesatzung

Die verspätet eingereichte Selbstanzeige scheint bisher den Weg nicht ins Tiefbauamt gefunden zu haben. Ob es daran liegt, dass sie nie abgeschickt wurde, oder den Postweg nicht überstand, wird wohl nie lückenlos aufklärbar sein. Egal, als halboffener Brief sollte es die richtigen Adressat:innen finden und andere. Die Beweissicherungen zu unseren Thesen erfolgte dankenswerter Weise ebenfalls bereits.

Zum Text

Erste Seite des Briefs an das Tiefbauamt zur Selbstanzeige nach der Wahlwerbesatzung
Selbstanzeige, die Erste
Zweite Seite des Briefs an das Tiefbauamt zur Selbstanzeige nach der Wahlwerbesatzung
Selbstanzeige, die zweite

Brieftext

Sehr geehrte Damen, Divers und Herren, 

wie Ihnen bereits bekannt veranstaltet Die PARTEI auch in diesem Jahr eine Bundestagswahl. Da windige Konkurrenz-Parteien ebenfalls Kenntnis davon erlangten, ist zunehmend zu beobachten, wie die Stadt einer Flut schrecklichster Zukunftsvisionen, in Form unoriginellen bis hin zu verstörenden und nachhaltig schädigenden Wahlpropagandaplakaten, an den hiesigen Straßenbeleuchtungsmasten, ausgesetzt ist. Die Bürger:innen dieser Stadt können diesem Anblick des Grauen[s] (Detlef Müller) und des „arme Menschen“ – Hasses (Rosenhitsch) nur durch Selbstisolation entkommen. Dies kann und darf nicht Normzustand sein. Der Zahl nicht erfassbare Kreuzungsbereiche, Zebrastreifen und wichtige verkehrstechnische Anlagen sind unzulässig Sicht- und Verstandesversperrt. Das Leben und die Unversehrtheit vieler Bürger:innen steht durch rücksichtslos agierende Schergen auf dem Spiel. Ein Korrektiv muss her! 

Daher hat sich Die PARTEI entschlossen dazu entschlossen hier nicht länger zuzuschauen. Die PARTEI reicht den Bürger:innen der Stadt Chemnitz die Hand und interveniert korrigierend mit Herz, Leber und Verstand! 

Liebste Verwaltung, hiermit zeigt Die PARTEI Kreisverband Chemnitz Ihnen nachgeholt nach § 12 Satzung der Stadt Chemnitz zur Verfahrensregelung der Wahlwerbung für politische Zwecke auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen während der Wahlkampfzeit, kurz Wahlwerbesatzung (in Kraft 12.06.2021) u. Hintertür-§ 15 Satz 2 selbiger Satzung an, zeitlich und örtlich zulässige nicht erlaubnispflichtige Wahlwerbung im öffentlichen Raum in Form von A1-Pappplakatträgern zur Intervention der Komplettverblödung einzubringen. Aufgrund eines ausgeklügelt gut versteckten digitalen Anzeigeformular[s] zur Wahlwerbung; vgl. §12 Satz 1 Wahlwerbesatzung, erfolgt die Anzeige formlos. Eine weitere Eintragung erachten wir als gegenstandslos. 

Die Zuständigkeit für die Einbringung der Wahlwerbung liegt bei: 

Sebastian Cedel 
– geheime Adresse –
– geheime Adresse –
Tel. (ab 13 Uhr): – geheime Telefonnummer – 
Mail: vorstand@partei-chemnitz.de 

Sowie stellv. bei: 

Verena Traubinger 
– geheime Adresse –
– geheime Adresse –
Tel. (ab 9:24Uhr): – geheime Telefonnummer –
Mail: vorstand@partei-chemnitz.de 

Wir wünschen Ihnen und uns, diese Zeit möglichst schadfrei zu überstehen. 

In Gedanken bei Ihnen und 

Mit parteiischem Gruße 

Sebastian Cedel
1. Vorsitzender Die PARTEI KV Chemnitz

Verena Traubinger
stellv. Vorsitzende Die PARTEI KV Chemnitz 

9. Februar 2021

Chemnitz investigativ: General Olbricht aufgedeckt

Am 10. Februar 2021 tagte der Stadtrat Chemnitz unter anderem zum Tagesordnungspunkt „Benennung einer Straße in Chemnitz nach General Friedrich Olbricht“. Die PARTEI Chemnitz hat recherchiert, und Paul T. Vogel, OB a.P. hat für eine Lösung für alle im Stadtrat gesorgt.

Pressemitteilung
Inhaltliche Aufbereitung
Quellen

Geheimer Informant Olbricht
Geheimer Informant Olbricht

Pressemitteilung

Viele Wege führen nach Polen – Paul T. Vogel, OB a.P., weiht ulica General Olbricht ein

Chemnitz. Die PARTEI Chemnitz verkündet eine Lösung für die im Stadtrat, am 10.02.2021, geführte Debatte zur Petition, General Olbricht in das Straßenregister der Stadt Chemnitz einzugliedern. Während die Fraktionen CDU und SPD sich noch in der Verehrung eines vermeintlich ehrenhaften Hitler-Attentäters überschlagen, hat Die PARTEI Chemnitz es auf sich genommen, dem peinlichen Spektakel ein schnelles Ende zu setzen und alle zu beglücken: Am Mittwoch, 5:45Uhr, weihte Paul T. Vogel, außerparlamentarischer Oberbürgermeister, feierlich die ulica General Olbricht ein.

Obgleich sich die Fraktionen der SPD und CDU damit begnügen, Olbricht als Mitverschwörer am Attentat vom 20. Juli 1944 hochzuloben, möchte Die PARTEI Chemnitz noch weitere seiner großen Verdienste ins Rampenlicht stellen: Schon im Ersten Weltkrieg sammelte Olbricht mit Feuereifer einen Militärorden nach dem anderen. Mit dieser Auszeichnung wurde er nach dem Ersten Weltkrieg ohne Problemne die nahtlose in die Reichswehr übernommen. Als überzeugter preußischer Nationalist ließ er es sich dann nicht nehmen, 1939 persönlich als Kommandeur der 24. Infanteriedivision Dresden in Polen einzumarschieren und der heutigen Chemnitzer Partnerstadt Łódź wärmste Grüße zu übermitteln. Dafür erhielt er prompt den nächsten Orden am Revers. Mit absehbarem Niedergang des kürzesten 1000-jährigen Reiches, akzeptierte Olbricht phlegmatisch eine Teilnahme am Widerstand. Die Teilnahme kann ihm dabei als nicht erfolgreich bescheinigt werden. Er nutzte seinen hart erkämpften und bequemen Posten im faschistischen Regime und verhinderte dabei in vollendeter Inkompetenz den potentiellen Umsturz. Abschlussurteil: mangelhaft.

Besonders hervor stach in der ahistorischen Debatte der leidenschaftliche Homofeind Kai aka Abnormalitäten Hähner (CDU) mit der Forderung, geschichtliche Kleindiskussionen gefälligst aus differenzierten Aufarbeitungsprozessen raus zu halten. Ein typisches und sinnbildliches Verhalten der Ratsfraktion CDU meint Stadtrat Cedel (Die PARTEI) und weiter: „Ob sie es mir glauben oder nicht, aber tatsächliche Auseinandersetzungen mit Themen gesellschaftlicher Bedeutung finden schlicht nicht statt bei denen.“Die SPD-Fraktion hätte sich am liebsten der Entscheidung entzogen und die Auseinandersetzung mit der Geschichte in ein Fachgremium abgeschoben. Mehr als einen Wikipediaartikel zu lesen scheint es der SPD nicht wert, sich historisch differenziert mit Petitionen bzgl. des Naziregimes zu befassen. Fachlich traut mensch sich das Lesen und Recherchieren scheinbar nur rudimentär zu. Frau Bombien (SPD) zerreißt es bei der selbstauferlegten Qual der Wahl schier das Herz: Folgt man dem Stadtratsbeschluss, vornehmlich Frauen bei der Straßenbenennung zu berücksichtigen, oder soll man doch mal lieber den Weltkriegsgeneral ehren? Ihren Redebeitrag später ist die Entscheidung gefallen: Frauenförderung gbt es genug, jetzt sind endlich mal wieder die toten weißen Männer dran!

Darum wissend, wie schwer es sein kann, zu entscheiden, ob man historische Fakten verbiegt oder ernst nimmt, schreitet Paul T. Vogel, außerparlamentarischer Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, dem Stadtrat tatkräftig zur Seite. „In Anerkennung seiner größten Leistungen, dem erfolgreichen Widerstand gegen Polen und der erfolgreichen Teilnahme am Angriffskrieg, ist es meine nationalistische Pflicht, General Olbricht die Sackgasse ulica General Olbricht Richtung Polen zu widmen“, so Paul T. Vogel, OB aP., und gibt ihm den Platz im Chemnitzer Stadtbild, den er verdient. Vogel schließt mit den Worten: „Viele Grüße gehen an Łódź!“

Inhaltliche Aufarbeitung zur Person

Als Kommandeur der 24. Infanterie-Devision war er maßgeblich am Überfall auf Polen beteiligt. Seine Division stieß Richtung unserer Partnerstadt Łódź vor. Dabei war die Division Teil der Entscheidungsschlacht an der Bzura. Polnische Verbände versuchten hinter die Linien zu gelangen, wurden aber massiv eingekesselt. 170.000 Soldaten gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft und unzählige Pol_innen verloren ihr Leben. Vom Treiben der Wehrmacht in den besetzten Gebieten ganz zu schweigen.

Als Leiter des Allgemeinen Heeresamts trug er die Verantwortung für den gesamten materiellen und personellen Ersatz der Landstreitkräfte und die Führung der Zentralnachrichtenstelle der Wehrmacht. An dieser essenziellen Schaltstelle ist nichts darüber bekannt, dass es durch ihn zu Verfehlungen / Widerstandshandlungen oder gar sabotierenden Aktionen gekommen ist. Auch ist es wohl zweifellos, dass Olbricht über die menschlichen Abgründe und den industriellen Massenmord genauestens Bescheid wusste. Wenn nicht durch eigenes Wissen, dann zumindest durch enge Zusammenarbeit mit anderen Aktiven im Widerstand (z.B. Henning von Tresckow), die nachgewiesen von den Kriegsverbrechen und Gräueltaten des Nazi-Regimes wussten und mit in der Befehlskette standen [3]. Dass sich seine Widerstandsbestrebungen aus diesem Wissen heraus geschehen, lässt sich aus keiner Quelle ableiten.

Die Frage, die sich daraus stellt: Ist eine Heroisierung gerechtfertigt?!

Dazu Hannah Arendt zur Verklärung der Nachkriegszeit:
„Sie folgten keinem Idealismus, auch nicht dem falschesten. Sie waren Getriebene, zutiefst unsichere und unselbstständige Charaktere, die an gar nichts glaubten. Nicht brutaler Voluntarismus oder imperialistischer Ehrgeiz, sondern Gedankenlosigkeit und moralische Indifferenz degradierten sie zu den willenlosen Vollstreckern der Unmenschlichkeit.“ [4]

Olbricht scheint durchaus kein glühender Anhänger der Führung gewesen zu sein. Dass er vereinzelt Vorgehen hinterfragt oder sich für Opfer einsetzt, ist nachzulesen – dass der Einsatz sich anscheinend auf Personen in seinem militärischen Umfeld beschränkt, ist ebenfalls belegt [5]. Werten muss man hier allerdings auch unumstößlich, dass seine Handlungen jahrelang entscheidend strukturell die Kriegsbemühungen unterstützten. In wichtigen Schaltpositionen erfüllte er gewissenhaft seine ihm übertragenen Aufgaben, was nicht zuletzt die erhaltenen Auszeichnungen deutlich zeigen. Seine Zweifel scheinen, im Besonderen an der Führungsriege, eher darin begründet, die militärischen Vorhaben in ihrer Umsetzung zu missbilligen. Die Befürchtung einer Kriegsschmach à la Versailler Vertrag und Unzufriedenheit mit der militärischen Führung von Hitler scheinen, wie bei einigen anderen, die den Umsturz mit planten, deutlich eher die treibende Kraft hinter seinen Widerstandshandlungen zu sein, als etwaige humanitäre Missbilligungen [6]. Und dass er oder zumindest mit ihm eng zusammen arbeitende Aktive im Widerstand (z.B. Henning von Tresckow) von den Kriegsverbrechen und Gräueltaten des Nazi-Regimes wussten und mit in der Befehlskette standen, ist nachgewiesen [3]. Die Differenzierung zwischen der Schwere der Verbrechen schien auch durchaus von einem nationalistischen Einfluss geprägt, der in Olbrichts Offiziersgeneration schon durch sein Mitwirken in der Reichswehr sozialisiert wurde [7] [8].

Seine Handlungen und Mitarbeit für das Regime zu relativieren würde allenfalls das Narrativ des Befehlsausführenden bedienen und seiner tatsächlich strukturell wichtigen Rolle nicht gerecht werden. Trotz seiner strategisch durchaus wichtigen militärischen Position, ohne die ein Umsturz nicht durchführbar gewesen wäre, ist nicht von der Hand zu weisen, dass er sich sowohl im Dritten Reich als auch schon nach dem Ersten Weltkrieg diesen Rang erarbeitet hat.

Auch die Linke im Bundestag bemüht sich um eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Widerstandskämpfer_innen des 20. Juli:
„Um Demokraten oder lupenreine Widerstandskämpfer handelte es sich bei den aus dem militärischen Widerstand stammenden Regimegegnern des 20. Juli nicht. Im Gegenteil, etliche unterstützten Hitler anfangs und die wenigsten hatten das Ziel zur parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik zurückzukehren.” [9]

Olbrichts letzte Worte lauteten:
„Ich weiß mit Sicherheit, dass wir alle … in einer schon verzweifelten Situation das Letzte gewagt haben, um Deutschland vor dem völligen Untergang zu bewahren. Ich bin überzeugt, dass unsere Nachwelt das einst erkennen und begreifen wird.“ [10]

Diese Worte erinnern eher an zutiefst geprägte nationalistische Motive und militärische Kritik und bestätigen nur den Eindruck aus seiner Vita.

Olbricht selbst wirkte in seiner Beteiligung eher phlegmatisch und wurde durch persönlichen Einfluss Tresckows erst wieder tätiger in der Planung. Als treibende Kraft im Widerstand kann man ihn wohl getrost nicht bezeichnen. Auch gab nicht Olbricht nach dem Attentat wie geplant die Alarmbefehle heraus, sondern erst Oberst i.G. Mertz von Quirnheim hinter dem Rücken Olbrichts, während dieser wegen unklarer Informationen zu lange wartete und so ein schnellerer und vielleicht effizienterer Umsturz verhindert wurde [11].

Und daher stellt sich nun die Frage:

War Olbricht ein Widerstandskämpfer, den es in aller Form zu ehren gilt?

Seine oben genannten letzten Worte werden unterstützt von seinen Aussagen über rein nationalistische Motivation gegenüber seinem Schwiegersohn am 20. Juli:
„Meine Beweggründe zu dieser Handlungsweise sind getrieben von der unendlichen Sorge um unser Vaterland, um das Schicksal unseres Volkes. Der Führer bekommt politisch keinen Frieden, der Feind steht vor den Toren, militärisch ist die Situation nicht mehr zu meistern.“ [10]

Selbst wenn ihm auch der humanitäre Irrweg bewusst und gewahr wurde, was sich tatsächlich nicht aus seinen Aussagen entnehmen lässt, macht ihn das in Anbetracht seiner Leistungen und des Elends und Leids, das er als Stütze und Mittäter des Regimes bis dahin verstärkt hat, zu einem Menschen nach dem Plätze und Straßen benannt werden sollten, gar zu einem Menschen der höchste Ehren verdient? Oder allenfalls zu einem Menschen der vergeblich versuchte, Begangenes aus unterschiedlichsten Motiven heraus wieder „gut“ zu machen und dabei sowohl für sich selbst als auch seinem Vaterland einer Schmach zu entkommen? Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden. Das höchste Maß menschlicher Güte wäre zu verzeihen, aber nicht zu ehren. Und verzeihen können nicht wir Deutschen. Das steht uns schlicht nicht zu. Verzeihen können nur die Betroffenen.
Olbricht ist eine Randnotiz des Widerstands und ein privilegiertes Arschloch, Nationalist, Militarist, Niemand. Der 20. Juli, hochgepriesen und heroisiert, als wäre Hitler das alleinige Übel und nicht das Deutsche, der Nazi, die Nazis. Es ist ein leichtes, Hitler als das Übel zu betrachten, entbindet es doch die Deutsche Seele der Schuld, der Untätigkeit, Tätigkeit und kanalisiert sie auf eine kleine Riege Personen. Olbricht, jahrzehntelang ohne Entbehrungen, privilegiert, getrieben vor Sorge des drohenden Verlustes eben dieser komfortablen Lebensrealität bei der sich abzeichnenden Kriegslage. Auch wenn die heutige Zeit versucht uns eines Besseren zu lehren, Ämter wie die seinen verdient man mit Kompetenz, mitlaufender Treue und dem Willen des moralverlustigen Dienens und nicht kompetenzlos vollkommen aus Versehen. Eine Ehrung derartiger Menschen ist Hohn und Spott gegenüber allen gefallenen, vergewaltigten Pol_innen, allen Opfern und betroffenen eugenischer Maßnahmen, allen bis dahin Vertriebenen, zu Unmenschen degradierten.

Eine Ehrung ist immer auch moralischer Natur. Der Fakt einer Handlung kann nicht die Gesamtheit der Handlungen unbeachtet lassen. So gehört nicht nur die Beteiligung am Widerstand an sich, sondern auch die Motivation, der Mensch und sein Leben betrachtet. Olbricht war am Widerstand beteiligt, aber auch knallharter preußischer Militarist, überzeugter Nationalist und verurteilte das Regime nie für die Taten, die wir heute zum Glück für verurteilungswert halten.

Quellen

[1] https://www.dhm.de/lemo/biografie/friedrich-olbricht

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Olbricht

[3] Wentker, H. Der Widerstand gegen Hitler und der Krieg. Oder: Was bleibt vom „Aufstand des Gewissens“, 4-19., S. 16 ff

[4] https://www.deutschlandfunk.de/die-verteidigung-der-feigheit.1184.de.html?dram:article_id=185458

[5] https://www.dhm.de/lemo/biografie/biografie-friedrich-olbricht.html

[6] Winfried Heinemann – Unternehmen »Walküre«, S. 130 ff

[7] Wentker, H. Der Widerstand gegen Hitler und der Krieg. Oder: Was bleibt vom „Aufstand des Gewissens“, 4-19., S. 18 ff

[8] Winfried Heinemann – Unternehmen »Walküre«, S. 27

[9] https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/75-jahre-20-juli-1944/

[10] https://www.dhm.de/lemo/zeitzeugen/friedrich-georgi-20-juli-1944.html

[11] Winfried Heinemann – Unternehmen „Walküre“, S.202, S.226 ff

10. November 2020

Zeugenvorladung, die Erste

Im Eifer der Verwaltungsvorgänge passiert es manchmal, dass jemand denkt, die PARTEI wisse über alle Unzulänglichkeiten in dieser Stadt Bescheid. Und so flatterte vor Kurzem dieser schöne Brief bei uns ein. Und wegen der durchaus unchristlichen Uhrzeiten bei der Vorladung, wurde der Brief natürlich zuvorkommendst ausführliche beantwortet!
Siehe unten.

1. Seite der Vorladung als Zeuge, geschwärzter Scan
1. Seite der Vorladung als Zeuge, geschwärzter Scan
2. Seite der Vorladung als Zeuge, geschwärzter Scan
2. Seite der Vorladung als Zeuge, geschwärzter Scan

Antwortschreiben

Lieber Herr XXX, 

ich freue mich, gerade nach unserer bisherig sehr konstruktiven Zusammenarbeit, mal wieder von Ihnen zu hören und hoffe auch, dass Ihnen mittlerweile mal aktuelle Auflagen kommentierter Strafgesetzbücher für Ihr Büro gegönnt wurden. 

Aber nun geschwind zur Sache: 

Prolog
Häää? 

Sicher verstehen Sie, dass ich ohne nähere Hinweise nicht ansatzweise in der Lage bin, einschätzen zu können, ob ich hier als Zeuge überhaupt nützlich sein kann. Auch kann ich aus dem Schreiben nicht ersehen, wer denn hier konkret die beleidigte Person sein soll. Sicher ist ihnen die temporal-offene Diskrepanz des namenslosen „[…] zukünftigen Oberbürgermeisters der Stadt Chemnitz […]“ bewusst. Auch um welchen Zeitraum es sich handelt und in welcher Form dies vonstattengegangen sein soll, erschließt sich mir gegenwärtig nicht. Gleiches trifft auf die „[…] Sachbeschädigung von Wahlplakaten […]“ zu. Um welche Wahlplakate, welcher Partei, an welchem Standort, in welchem Zeitraum soll es sich hier handeln, bei denen ich durch Aussage dienlich sein könnte? 

Aufgrund kapazitativer Grenzen in Wahlkampf-Stresssituationen gilt leider allgemein oft: nach der Wahl ist vor der Wahl. Dass ich mich überhaupt an irgendwas erinnern kann, oder gar am Ende dieses Schreibens an dessen Anfang, scheint mir schon fraglich. 

Es sei mir auch die Frage gestattet, welche tatsächlichen Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass ich als Zeuge sachdienliche Angaben zur Aufklärung des unbestimmten Sachverhalts in dieser Angelegenheit machen kann? 

Sind generell alle vorsitzenden Personen von aktiven Parteien bzw. Wähler_innenvereinigungen vorgeladen oder liegen Ihnen hier gar konkrete Hinweise und Verdächtigungen vor? Oder wurde ich als Stadtrat geladen und die Beleidigung ereignete sich, während ich die Toilette im Stadion aufsuchte? Was natürlich die Sachbeschädigung offen zu lassen scheint. 

Ohne eine entsprechende Konkretisierung muss ich leider, im Besondern aber aufgrund der Uhrzeit, Abstand zur Vorladung nehmen.  

Dennoch möchte ich die Zeit nutzen, wenn ich schon am Verfassen dieses Briefes bin, so selten von Ihnen höre, in eine Briefmarke investieren werde und deshalb einfach mal wild drauf los spekuliere, worum es sich denn eventuell, indizienhaft aufgrund des geringen Informationsgehalts der Vorladung, handeln könnte. Ich versuche mich auf drei Optionen zu beschränken. Auch beschränke ich mich auf die vergangene Oberbürgermeisterwahl, da ich gegenwärtig leider sehr schlecht abzuschätzen vermag, welcher zukünftige Oberbürgermeister bei zukünftigen Oberbürgermeisterwahlen bereits jetzt Opfer unsäglicher Umstände wurde, außer vielleicht Herr Fassmann 2027. 

Kapitel 1 
Die Beleidigung 

Einleitend ist natürlich nicht bekannt, wer mit was oder wie wodurch und wann beleidigt wurde. Die Wertung „Beleidigung“ oder „Kompliment“ scheinen ebenso fließend gesellschaftlichen Anklang zu finden. 

Option A 

Ich freue mich Ihnen einen Teil ihrer Arbeit von vornherein abnehmen zu können. Gestern kontaktierte ich den zukünftigen außerparlamentarischen Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, Paul Thomas Vogel. [1] Er kann sich nicht erinnern, nach §§ 77 ff. StGB einen Antrag auf Verfolgung einer Beleidigung gestellt zu haben. Dieser fühlt sich in keiner Weise beleidigt und bittet Sie, eine derart zeitaufwendige und kostenverursachende Recherche sofortig einzustellen und sich lieber mit den staatsgefährdenden Rechten Netzwerken der Stadt zu beschäftigen. 

 [1] https://www.partei-chemnitz.de/paul-vogel_ob-ap20/ 

Option B 

Sollte hingegen Herr Schulze als zukünftiger Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz gemeint sein, gehe ich davon aus, da es sich hier um ein Antragsdelikt nach §§ 77 ff. StGB handelt, dass der Sven, als zukünftiger Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz als erste Amtshandlung keine andere Wahl sah, alle Verfolgungsorgane in dieser Stadt unter, von unseren Steuern bezahltem, Zeit- und Geldaufwand, scheinbar dazu zu nötigen, sein/e Ehre und Ego felsenfest zu verteidigen. Sie haben als pflichtbewusster Beamter natürlich keine andere Wahl, als dieser Sache akribisch nachzugehen. Dies begrüße ich außerordentlich. Im hier herbei spekulierten Fall könnte ich als Zeuge weder etwas zum scheinbar verletzten Ego des Herrn Schulze, noch zu irgendwelchen Sachbeschädigungen von Wahlplakaten berichten, außer unseren Eigenen. Aber dies ist Fan-Art. Schlechthin bin ich kein Zeuge dieser hochgradig unspezifischen Angelegenheiten. Auch kommt im Falle einer Beleidigung des zukünftigen Oberbürgermeisters der Stadt Chemnitz § 185 StGB gar nicht in Betracht, da es keinen Sachstand der Beamt_innenbeleidigung gibt. Unter deutlich größeren Hürden kann hier nur § 188 StGB zum Zuge kommen. Allerdings ist mir auch hier nichts bekannt. 

Option C 

Der Oberbürger Oehme spaltete Euba ab und gründetet das Stadtgebiet Gämmnizz. Hier herrscht er als zukünftiger Oberbürgermeister der Stadt Gämmnizz und fühlt sich vom Leben beleidigt. Aber diese Option ist es nicht wert, weiter vertieft zu werden. 

Kapitel 2 
Die Sachbeschädigung 

Einleitend ist mir nicht klar, um welche Wahlplakate es eigentlich geht! Und wann! Und wo! Und wie! Und überhaupt! 

Option A 

Die Sachbeschädigung an Wahlplakaten nimmt in den letzten Jahren über das gesamte Parteienspektrum zu und ist je nach Form, Art und Weise mitunter sehr kreativ in der politischen Auseinandersetzung. Mir ist natürlich klar, dass diese Form der Bürger_innenbeteiligung den Sachstand der Sachbeschädigung erfüllen kann. Da Die PARTEI hier generell auf Verfolgung verzichtet, solange kein Leib und Leben Bedrohung findet, kann ich auch hier nichts bezeugen, weil ich schlicht auch zur vergangenen Wahl keine Sachbeschädigung angezeigt habe. 

Option B 

Sollte es sich wiederum allerdings um die Plakate des zukünftigen Oberbürgermeisters der Stadt Chemnitz, Sven Schulze, handeln, kann ich voller Stolz berichten, dass ich mit dieser Kampagne des kognitiven Ausfalls wirklich ganz ehrlich 08/15 zu tun habe. Nicht verheimlichen kann ich aber ein gewisses Verständnis, wenn ich es auch nicht im Einzelnen immer gutheißen mag, für evtl. Verbesserungsvorschläge dieser verstandesbeleidigenden Plakate des Herrn Schulze. 

Option C 

Wahlplakat Nummer 7 am Standort 50°50’30.1″N 12°53’12.7″E wurde durch Einwirkung unbekannter Person/en in der Sichtachse um 45° horizontal verdreht und mit Glitzerkleber besprüht. 

Epilog 
Dysthemie als Lebenselexier 

Als fauler durchweg dysthymiebetagter Mensch, der sein Privatleben vollumfänglich im Bett bestreitet, kann ich auch in Funktion generell keine Termine FRÜH 9 Uhr wahrnehmen und bitte Sie, dies für zukünftige Vorladungen zu bedenken. Gern komme ich ab 14 Uhr außerhalb pandemischer Zeiten auf eine Tasse Darjeeling bei Ihnen vorbei. Auch bin ich gern bereit sachdienlich mitzuwirken, wenn ich konkret sachdienlich mitwirken kann. Leider ist dies in diesem Fall dem Anschein nach, nach meinem jetzigen Kenntnisstand, nicht gegeben. 

Gruß und 1,5m-Abstand-Luftkuss

Sebastian Cedel 
1. Vorsitzender Die PARTEI KV Chemnitz

11. Oktober 2020

Oberbürgermeister a.P. gratuliert Oberbürgermeister

Chemnitz. Die PARTEI Chemnitz gratuliert Sven Schulze und der FPD Chemnitz zum historisch semifreudigen Ergebnis zur Chemnitzer Wahl des_der Oberbürgermeister_in. Paul Vogel, außerparlamentarischer Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, meint: „Ich wünsche Herrn Schulze alles Gute und der Stadt noch mehr davon, sie wird es brauchen. Als Juniorpartner wird es Herr Schulze natürlich nicht immer leicht unter mir haben, dennoch werde ich mein Bestes geben, hier schnell auf Augenhöhe eine synergische Arbeitsgrundlage aufzubauen. Selbst wenn ich dafür in die Knie gehen muss.“ Weiterhin gilt, dass zukünftig alle Terminabsprachen und Kalendereintragungen über Herrn OB a.P. Vogels Büro abzugleichen sind. Für 2021 befinden sich bereits zwei feste Veranstaltungen im Plan („Streitgespräch mit Almut“ und „Tanzgala mit Almut“) zu denen wir auch Herrn Schulze + 1 gerne einladen werden.

Nach einem schmutzigen Wahlkampf inhaltlicher Homogenität war es nur folgerichtig, dass ein großer Teil der Kandidat_innen Emotionen statt inhaltlicher Differenzierung für sich vereinnahmte. Während Almut Patt herrschaftliche Angst versprühte, konnte Sven durch seine liebe, leicht trottelige Art schlussendlich die Herzen der taktilen Angstwähler_innen für sich verbuchen. Chapeau, ein solider politischer Gesellschaftsbeitrag ex-ternalisierender Natur. Dennoch haben wir eine geringfügige Hoffnung, dass der neue SPD-Vorstand mit Zuckerpeitsche die Zügel gelegentlich strafft. Auch freilaufende Po-nys können Schäden anrichten.

Und das beweist er sogar noch vor seinem Amtsantritt: Raten Sie mal, wie lange es ge-dauert hat, bis Schulze freudestrahlend die erste Faschistenhand ergriff! So geht also parteienübergreifende Stadtführung mit der FPD. „Ich gratuliere Herrn Schulze außerordentlich und freue mich fast schon uneingeschränkt auf die kommenden Jahre. Gerade zu Amtsbeginn kann mensch es ihm nicht verübeln, dass er sich sofort der Lächerlichkeit preisgeben möchte. Dennoch hat Sven hier noch viel zu lernen. Faschisten reicht mensch nicht die Hand, aber er hat ja nun 7 Jahre Zeit, sich einen Charakter zu bilden. Ich stehe da voll hinter ihm und bin bereit, ihn mit meiner Fachexpertise tatkräftig zu unterstützen.“, meint Stadtrat Cedel, und weiter: „Nach dem scharfen Wahlkampf ist es wichtig, die Bombentrichter gemeinsam zu zubetonieren und neue Parkplätze für innovative Ideen zu schaffen.

„Celui qui a le dommage n’a pas besoin de s’inquiéter de la moquerie“

Für Rückfragen steht Ihnen der Vorstand unter info@partei-chemnitz.de gern zur Verfügung.

24. September 2020

Paul T. Vogel strebt außerparlamentarische Führung an

Chemnitz, Die PARTEI Chemnitz fordert mit sofortiger Wirkung den Stimmentausch zwischen dem Anteil auf den OB a.P. (außerparlamentarisch) in spe entfallenen und dem Anteil der Nichtwähler_innen. Somit liegt Die PARTEI mit weitem Abstand auf dem ersten Platz um das Rennen zum außerparlamentarischen Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz. Es bleibt festzuhalten, dass in unserer Demokratie die Wahl zur Nicht-Wahl ein hohes Gut ist, von dem reichlichen Gebrauch gemacht wird. 

Hierzu meint Oberbürgermeister a.P. in spe Paul T. Vogel: „Mir ist unbegreiflich, warum keine Partei vor uns den Stimmanteil der Nichtwähler_innen für sich beansprucht hat. Mit den Stimmen der Nichtwähler_innen verfügen wir über einen Stimmanteil, der selbst den Stimmenverlust der SPD im Rahmen der OB-Wahl übersteigt. Daher tun wir dies hiermit und ich bereite mich auf 7 Jahre außerparlamentarische Regentschaft vor.“ 

Es ist selbstverständlich nicht auszuschließen, fast schon sicher, dass im zweiten Wahlgang die meisten Stimmen auf Herrn Vogel gefallen wären. Da dies allerdings mit vollkommen unnötiger Arbeit verbunden wäre, entschied sich der Vorstand Mittwochnacht im Vollbesitz geistiger Zurechnungsfähigkeit mit den Worten: „Wir sind doch net blöde!“ dafür, die ca. 50% Nichtwähler_innenstimmen für sich zu verbuchen und die glorreichen mind. 1,6%+X (X = Dunkelziffer) der progressiven Seite zur Verfügung zu stellen. 

Herr Vogel wird seinen Amtsantritt mit einem ausgedehnten Urlaub begehen und erwartet grundsätzlich ab Ende Oktober Einladungen mit offizieller Anrede [Paul T. Vogel – Oberbürgermeister a.P. der Stadt Chemnitz] zu allen öffentlichen oder geheimen Anlässen an der Seite des_der Oberbürgermeister_in oder Oberbürgers zu erhalten, bei denen es ein ausgiebiges Büffet oder Bestechungen gibt. 

Ferner wird Die PARTEI weiterhin den Wahlkampf aktiv begleiten. Dies ist als ausdrückliche Drohung zu verstehen! 

Auch sind wir nach wie vor in der Verantwortung, eine jede Person mit Resthirn und 1-2 Jusos vor nachfolgenden Menschen im Stadtgebiet zu warnen. Es ist nicht auszuschließen, dass eben jene durch Lug und Trug, Schleim und Keim oder einfach total trottelig das Herz der Bürger_innen für sich zu gewinnen versuchen, um schlussendlich den großen Spar-Rabatt-Ausverkauf der Stadt zu starten. 

Explizit sind dies folgende: 

  • 1 – mehrere Nazis variablen Alters  
  • Almut Friederike Patt, vom Choleriker-Clan der Patts

Nähere bekannte Informationen zur sofortigen Wiedererkennung: erzkonservative Katholikin der hochkulturellen Art; stolze Verfechterin des Hufeisentheorems (Pseudowissenschaft); erschreckt liebend gern Kinder von Plakatträgern aus; bisherige Stil-Beraterin des Stadtrats 

  • Sven „Svenni“ Schulze, vom Single-Clan des Schulze 

Nähere bekannte Informationen zur sofortigen Wiedererkennung: neoliberaler Sargnagel der SPD Chemnitz (schlechtestes SPD-OB-Wahlergebnis seit Kriegsende) und sucht nun neue Freunde in neoliberalen Spaßparteien; wird gern bei IKEA abgegeben; stolzer Verfechter des Hufeisentheorems (Pseudowissenschaft); spielt gerne allein mit Zahlen; böse Zungen behaupten, er brauche einen Tritt, um an die Keksdose zu kommen; im Geiste ein Olaf Scholz ohne Philharmonie oder Kultur 

Diese Warnung gilt unserer Kenntnis nach spätestens seit ab sofort und wird unentgeltlich zur Verfügung gestellt. 

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Vogel, sowie der Vorstand unter ob.vogel@partei-chemnitz.de oder vorstand@partei-chemnitz.de gern zur Verfügung. 

14. September 2020

Festgestellt: CHEMNITZ DU HAST RECHTE und tritt der European Coalition of Cities against Racism

Chemnitz, Der Stadtrat der Stadt Chemnitz stellte zur Stadtratssitzung am 15.07.2020 auf Antrag der Fraktionsgemeinschaft Die Linke / Die PARTEI fest: CHEMNITZ DU HAST RECHTE. und tritt der European Coalition of Cities against Racism bei. Damit geht Chemnitz auf Antrag des Stadtrats Cedel (Die PARTEI mit den Einreicher _innen Fraktionsgemeinschaft Die Linke/ Die PARTEI. Bund­ nis90 Die Grünen und SPD, mit knapper Mehrheit der Stimmen für Punkt 4 und 5 des Antrags. Die absurde Feststellung, antidemokratischer Tendenzen in T eilen der Stadtgesellschaft zu erkennen, und politische Selbstreflexion im Handeln zu üben, bestritten CDU und Spaßpartei fdp gänzlich.

„Mit groBem Erstaunen musste ich feststellen, dass die Zusendung eines äffentlichen Antrags an die Jury der Kulturhauptstadt 2025 mit, welcher sich ureigens mit einem im Report geforderten Thema der Jury befasst. ais „Erpressung“ tituliert wird. Ich bin mir sicher die Beitrage der Oberbürgermeis­terkandidatin Patt, des Soldaten Dings De’niro, welcher bei dem Wort ‚transkulturell‘ kognitiv pau­sierte bis zum Sitzungsende und des kleinen Dingsvorsitzenden von der #lolfdp Sachsen (der völlig undifferenziert Differenzierung forderte). werden an Schädlichkeit fur die Kulturhauptstadtbewer­bung nicht zu überbieten sein. selbst wenn ich meine mannigfaltigen Talente ausspielen wurde.“, so Cedel kurz nach der Debatte, und weiter: „An die Welt möchte ich richten: Chemnitz kann Kultur­hauptstadt werden. Es gibt hier auch ein paar Europäer _innen. Frau Patts Wendetrauma und Flucht in den finsteren Osten fern ab der großen Welt scheint ihr nur nicht gut bekommen zu sein. Anders lasst sich diese peinliche realitätsabwehrende Darbietung selbst wohlwollend nicht mehr erklären.“
Schlussendlich stimmten CDU und fdp nicht aus ethischen Gesichtspunkten oder gar humanistischen Prinzipien für den Antrag. Lediglich die empfundene „Erpressung“ verleiteten sie in Teilen zur Zustim­mung. So kann das einer_m schonmal vorkommen, wenn man regelmäßig gänzlich nicht über Ent­scheidungskonsequenzen nachdenkt. Schlimm, Frau Patt, schlimm.
Am wenigsten können zu diesem Zeitpunkt wohl die täglich Betroffenen xenophober Angriffe und der Kultursektor der Stadt dafür. Wahrend das Theater (nach ein wenig Zeit) differenziert und selbstkri­tisch auf die Besetzungsvorwürfe zu ‚Hair‘ reagierte, definierte Oberbürgermeisterkandidatin Frau Patt Rassismus pro white, wo ihr grad die Bibel steht. Ein Trauerspiel in 5 Akten. Die PARTEI ent­schuldigt sich nie und selten fast. aber es tut uns fast leid Frau Oberbürgermeisterin Ludwig, Herr Csak, Herr Burgermeister Burghardt. es tut uns leid liebe Betroffene, es tut uns fast leid liebes Chemnitz, aber die debile Dialektik der CDU/fdp scheint reziprok zur Anzahl europäischer Grenzen zu sein.

Für Fragen zum heißen Scheiß steht Ihnen Herr Cedel gern zur Verfügung.

Zum Antrag
Zur Rede: hier unten


—-hier ist unten—-


Hinweis: Rede ohne Rechtschreibprüfung
„Liebe Faschisten, Liebe Antifaschisten Und Liebe noch Unentschlossene…..
Chemnitz du hast Rechte, und dies nicht erst seit 2018. Auch wenn es zu Weilen unweigerlich den Eindruck zu erwecken vermochte, dass so manch eine_r vollkommen überwältig 2018 wahrnehmen musste, was er_sie bis dato nicht wahrnehmen wollte.

Allein seit 2018 steigen fremdenfeindliche Übergriffe in der Stadt in erschreckenden Maßen an. Die Brandstifter kennen wir ja nun alle, welche tief in die Stadtgesellschaft wirken und auch hier unter uns sitzen. So vergeht keine Woche ohne freundlichen Hitler-Gruß an der Zenti, rassistische Anfeindungen in Bahn und Bus sind an der Tagesordnung, hier ein Überfall auf ein syrisches Restaurant, da wird gleich mal das türkische Lokal in einem Wohnhaus abgefackelt. Geflüchteter im Rollstuhl, kein Problem, wird rausgetreten und rassistisch und gewalttätig Angegriffen, Gesichts- und Ausweiskontrollen selbsternannter Dorfsheriffs, Bildung von terroristischen Organisationen wie Rechtes Plenum oder Revolution Chemnitz mitten in der Stadt. Garniert wird dies mit der Widerwärtigkeit auf einen kleinen Afghanischen Jungen zu schießen. Ach komm, schnell noch den Journalisten ausm Bild getreten. Und selbst dies beschreibt nicht ansatzweise, wie die Betroffenen zuweilen ihr Leben in der Stadt leben und erleben müssen. Die Dunkelziffer ist exorbitant. Von Honara, NSC und den heutigen Aktivitäten fester rechtsextremer Strukturen, oder aber die bis heute nicht aufgearbeitete Beherbergung des NSU und der Slapstick-gleichen Observierung des Objekts durch die Polizei ganz zu Schweigen.

Rechtsextremismus und Rassismus mit Tradition, tief verwurzelt in gesellschaftlichen Bereichen seit Jahrzehnten in dieser Stadt . Darüber muss offen und mit Scham aber ohne Angst vor Imageverlust gesprochen werden. Dies alles konnte trotz unseres Grundgesetzes, trotz der Erklärung

europäischer Menschenrechte, trotz der unzähligen an ihre Grenzen gehenden zivilgesellschaftlichen Akteur_innen, trotz der strukturellen Demokratieförderprogramme, wachsen. Wir haben nicht genug getan.

Und selbst hier führen und werden wir nur eine Stellvertreter_innendebatte führen. Die Betroffenen, die die Rassismus, Xenophobie in unzähligen Lebensbereichen erfahren, die haben hier keine Entscheidungsgewalt. Oder wie oft müssen Sie ihren Ausweis zücken, nach dem Verlassen eines Zuges am Chemnitzer HBfs?

Vor diesem Hintergrund müssen auch die Parteien sich hier Fragen, wie und warum dieser Stadtrat nicht das tatsächliche gesellschaftliche Abbild darstellt. Für die Zukunft ist auch diese selbstkritische Auseinandersetzung für jeden politischen Beteiligungsprozess essenziell und nicht nur
bloße Kür für einige Parteien. Wir haben nicht genug getan. Vor diesem Hintergrund stellen wir heute den Antrag auf transnationaler und transkultureller Ebene der European City against Rascism beizutreten und strukturell in Aktion zu treten. Gerade in Hinblick auf die heute nochmalig beschlossene und Bekräftigung des Willens als europäische Kulturhauptstadt zu gelten, müssen wir die Kernwerte des Europäischen Gedankens auch auf politischer Ebene Leben und Entscheidungen in diesem Sinne treffen. Die angedachte Stelle oder bereits bestehende Stelle hierfür kann natürlich dem LAP angegliedert werden.

Ich möchte aus dem Report der Jury zur Bewerbung zitieren:
„It fails to include a plan to debate with and learn from others in this regard, including international artists and other European cities. „

Nichts weniger und noch mehr fordern wir nachhaltig mit diesem Antrag ein. Aus diesem Grunde habe ich heute früh den Antrag in Übersetzung samt Schreiben mit Verweis auf die heutige Abstimmung der Jury, Madam Chairwomen, der zuständigen Europäischen Kommission und der
Kulturstiftung der Länder per Fax und Mail zukommen lassen. Die Bedeutung der heutigen Abstimmung steht auch in direktem Zusammenhang mit eben jener Bewerbung, eine Ablehnung kommt einer Absage der Kulturhauptstadtbewerbung gleich, aber noch viel mehr für das Leben und Zusammenleben der Menschen unabhängig ihrer Herkunft, sozialem Status, religiösen Glauben, ihres Geschlecht und sexuellen Orientierung.

Sie als politische Vertreter_innen sind gefragt. Das Haus brennt, die Bewohner_innen werden verjagt.

Löschen, klatschen oder wegsehen sind ihre Optionen. Entscheiden sie! Zeigen Sie Verantwortung!

Das ist keine harte Entscheidung,
Diese Entscheidung ist eine Selbstverständlichkeit
Für alle demokratischen Parteien, die das Grundgesetz und unsere sozialen Normen und Werte verinnerlicht haben.
Wir gehen auch von der Zustimmung der CDU aus, da trotz des eigenen Wunsche auf Möglichkeit der Diskussion dann doch keine Nutzung statt fand.

Ich werbe also für den Feuerlöscher und ihre geschlossene Zustimmung

Kohlmann wollte ein Signal, hier kommt ihr Signal

14. September 2020

Willkommen

Willkommen auf der offiziellen Startseite der Partei Die PARTEI Kreisverband Chemnitz. Dies ist deine Eintrittspforte in die Welt der Politik. Nicht umsonst ist die Partei Die PARTEI mit dem Prädikat „sehr gut“ ausgezeichnet worden.

Du suchst schmierige und schleimige Anzugträger_innen, die dir das versprechen, was dir am Herzen liegt? Dann bist du bei uns richtig. Auch das Bier halten wir in Händen und in Ehren. Populistische Turbopolitik im Premiumsegment ist unsere Aufgabe und bürgerliche Vollpolyesteranzüge sind unsere Uniformen. 24/7 sind wir bereit, für dich als mündige_n Bürger_in verantwortungsvoll die Macht an uns zu reißen.

Bei der letzten Kommunalwahl in Chemnitz sind wir schon für dich siegreich in den Stadtrat eingezogen und werden von hier aus auch Sachsen unter unsere Kontrolle bringen. Wir geben Dir die Wahl, auch bei der kommenden Wahl Die PARTEI zu wählen, oder zu Hause zu bleiben.